Hausabbildung
Ist die PKV eine Einbahnstraße?
Der Wechsel in das private Krankenversicherungssystem sollte prinzipiell eine Entscheidung fürs Leben sein. Aber eine Einbahnstraße ist dieser Entschluss sicherlich nicht. Bei gewissen Lebensumständen kann ein Wechsel zurück in die GKV erfolgen.

Beispielsweise:
  • Sie sind im Angestelltenverhältnis tätig und Ihr Gehalt sinkt (z.B. durch eine berufliche Veränderung) unter die Versicherungspflichtgrenze
  • Die Versicherungspflichtgrenze wird angehoben und übersteigt Ihr Gehalt (z.B. lag in 2017 die Versicherungspflichtgrenze bei einem Bruttojahreseinkommen in Höhe von 57.600 €. In 2018 ist diese auf 59.400 € gestiegen.)
  • Erhalt von Arbeitslosen – oder Unterhaltsgeld
Achtung! Ab dem 55. Lebensjahr ist ein Wechsel in die GKV nicht mehr möglich.
Ist die PKV mit Kindern unbezahlbar?
Fakt ist, dass es in der PKV nicht das Prinzip der beitragsfreien Familienversicherung gibt. Jedes Familienmitglied bezahlt seinen eigenen Beitrag, welcher vom Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang abhängig ist.

Allerdings profitieren die PKV- Mitglieder von deutlich besseren und lebenslang garantierten Leistungen. Auf Grund des niedrigen Eintrittsalters zahlen Kinder i.d.R. nur einen geringen Beitrag. Sofern ein Elternteil vor der Geburt bereits PKV versichert ist, werden die Kinder durch die sogenannte Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung in den Vertrag mitaufgenommen. Das ist besonders wertvoll, wenn bei dem Neugeborenen bereits eine schwere Erkrankung vorliegt.

Unsere Familie möchten wir doch am besten versorgt wissen.
Ist die PKV im Alter unbezahlbar?
Egal für welches Krankenversicherungssystem (gesetzlich oder privat) Sie sich entscheiden, Beitragsanpassungen wird es in beiden geben. Grund dafür ist unter anderem der stetig steigende und kostenintensive medizinische Fortschritt (Medizininflation) und die Zunahme der Lebenserwartung.

Allerdings kann die PKV im Gegensatz zur GKV ihre Leistungen nicht streichen oder kürzen und wird auch nicht steuerlich subventioniert. Daher wird in der PKV durch sogenannte Alterungsrückstellungen vorgesorgt. Das bedeutet, dass Sie in jungen Jahren einen höheren Beitrag zahlen, als Sie eigentlich müssten. Dieser wird Ihnen im Alter wieder gutgeschrieben.

Außerdem zahlen Sie bis zum 60. Lebensjahr einen gesetzlichen Zuschlag in Höhe von 10 %. Dieser Zuschlag wie auch die Beiträge zum Krankentagegeld fallen ab dem Renteneintritt weg. Darüber hinaus kann durch sogenannte Beitragsentlastungstarife zusätzlich vorgesorgt werden.

Ihr leistungsstarker Versicherungsschutz bleibt gerade im Alter im vollen Umfang erhalten.